Blicken Sie sich um und benennen Sie leise fünf sichtbare Dinge, vier fühlbare Oberflächen, drei hörbare Geräusche, zwei Gerüche, einen Geschmack. Kein Urteil, nur registrieren. Passen Sie Reihenfolgen an, falls Gerüche oder Geschmack nicht verfügbar sind. Nach sechzig Sekunden merken viele, dass die Schultern weicher werden und Prioritäten klarer erscheinen.
Kalte Hände unter fließendes Wasser halten, oder die Außenseite der Kaffeetasse an die Wange legen, anschließend bewusst zwei ruhige Atemzüge. Temperaturwechsel aktiviert Aufmerksamkeit, ohne zu reizen. Sanft bleibt die Devise: Keine Extreme, keine Selbstüberforderung. Nutzen Sie diese Mini‑Intervention nach zähen Meetings, um Motivation und Blickrichtung spürbar zu erneuern.
Greifen Sie einen Stift, eine Tasse oder den Stuhlrahmen. Erspüren Sie Textur, Temperatur, Gewicht, Ränder. Drücken Sie die Fußsohlen kräftig in den Boden, lassen Sie mit dem Ausatmen nach. Dieses haptische Verankern unterbricht Gedankenkaskaden, stabilisiert Haltung und bringt die Aufmerksamkeit vom Kopf zurück in den Körper – ohne Worte.
Schreiben Sie einen klaren Satz: Heute entscheide ich X. Stellen Sie einen 60‑Sekunden‑Timer, atmen Sie ruhig, wiederholen Sie den Satz bei jedem Ausatmen. Wenn der Timer endet, beginnen Sie sofort mit dem kleinsten nächsten Schritt. Keine Perfektion, nur Momentum. Teilen Sie Ihre Variante mit Kolleginnen und sammeln Sie Anregungen.
Beenden Sie alle Fenster des vorherigen Projekts, notieren Sie einen Abschluss‑Satz, schließen Sie den Tab. Öffnen Sie erst danach die nächste Arbeitsumgebung. Diese klare Zäsur, kombiniert mit einem längeren Ausatmen, verhindert gedankliche Überschneidungen und senkt Fehlerquoten. Einmal eingeübt, dauert das Ritual kaum eine Minute, spart jedoch viele spätere Korrekturen.
Setzen Sie sich aufrecht, Blick weich, Hände ruhig. Atmen Sie natürlich und zählen Sie still von fünf rückwärts. Bei jedem Ausatmen lassen Sie einen Muskelbereich los. Lassen Sie den Timer mit einem sanften Klang enden. Dieses akustische Abschluss‑Signal hilft dem Gehirn, den Modus zu wechseln und präsent aufzutauchen.